Jul 21. - Dezember - die Jul-Traditon ist für Hexen von großer
Bedeutung
Die altgermanische Jul-Tradition wird immer noch in einigen Gegenden Deutschlands gefeiert. Die nur leicht
geänderte, christianisierte Version, Weihnachten, findet einige Tage später statt.
Für uns Hexen ist Jul von besonderer Bedeutung. Denn in dieser dunkelsten, kältesten Nacht des Jahres,
wird das neue Licht wiedergeboren. Der Gehörnte Gott wird nun wieder in die Welt geboren. Nun ist es
gewiss, dass die Welt um uns herum nicht wirklich tot ist, sondern nur schläft, sich wieder auf die Helle Hälfte
des Jahres vorbereitet. Während die Eiche und die Birke völlig blattlos sind, stehen Tannen und Fichten
noch in vollem Nadelkleid. Ich vergleiche diesen Sabbat oft mit dem weißen Punkt in der schwarzen Hälfte
des Yin-Yang Symbols. Dies ist das Wunder des Jul-Sabbats. Der beschmückte Tannenbaum ist
ein sehr alter heidnischer Brauch, und so ist auch das Geschenke geben.
Imbolc - 2. Februar - Sabbat der Fruchtbarkeit
Zu Imbolc feiern Hexen das erste Sich-Rühren des Lichts. Zu dieser Zeit wird das "Hochzeitsbett" der Göttin
gemacht, in der sie sich zu Walpurgis mit dem Gehörnten lieben wird. Dies war die Zeit in der
die Keltische Göttin Brigid verehrt wurde. Februar war auch der Monat der römischen Lupercalia. Die Priester Pans
rannten zu diesem Anlass, nur mit einem Gürtel aus Ziegenfell bekleidet, durch die
Straßen Roms und peitschten die Frauen der Stadt mit einem Riemen aus Ziegenleder. Dieses sollte ihnen Kindersegen
versprechen. Es kann ihnen nicht so sehr missfallen haben, denn die römischen Frauen
gingen für diese Gelegenheit, eines größeren Effekts zuliebe, selbst nackt auf die Straße. Imbolc ist also auch ein Sabbat der
Fruchtbarkeit.
Ostara - 21. März -
Zu Ostara feiern wir zugleich Tod und Fruchtbarkeit
Ostara ist die Frühlings Tagundnachtgleiche. Zu Ostara sind Tag und Nacht sind genau gleich lang. Von nun
an ist der Tag stets länger als die Nacht. Der Symbolismus des Ostarafests ist zweifaltig: dem
alten Mann Winter wird nun endgültig der Todesstoss versetzt, so dass der junge Lenz über das Land tanzen kann. Der Gehörnte Gott ist nun der unbändige
Jugendliche, der sich seiner Kraft mehr und mehr bewusst wird, sie aber noch nicht weise benutzt. Er ist
schön, stark, leidenschaftlich und wild. Er weiß aber, dass er sich von dem dunklen Vater völlig trennen
muss, dass er auf seinen eigenen Füßen stehen muss und das um jeden Preis. Wenn der Vater sich dieser
Tatsache widersetzt, dann kann das verheerende Folgen haben.
Zu Ostara feiern wir zugleich Tod und Fruchtbarkeit. Wir feiern den Tod des Winters, den wir nun langsam
satt haben. In manchen Gegenden Deutschlands werden zu Ostern deshalb auch Strohpuppen, die
den alten Herrn Winter symbolisieren soll, verbrannt. Andere heidnische Osterbräuche in denen Feuer eine wichtige
Rolle spielt sind Osterfeuer und Feuerräder. Traditionell wurden Osterfeuer auf allen
Hügelkuppen im Land entzündet. Alle Acker, von denen das Osterfeuer gesehen werden konnte, sollten dadurch von den Göttern
beschützt und gesegnet werden. Wagenräder, die mit Stroh umwickelt und
brennend von Hügelkuppen gerollt wurden, kündeten den Sieg der Sonne über den Winter an.
Der Fruchtbarkeitsaspekt des Ostarafests wird durch das Osterei symbolisiert. Das Ei
symbolisiert das Welt-Ei, Verjüngung, Erneuerung, Wiedergeburt. Es ist das Universum, die Summe aller Seelen, die im
Begriff sind, ihre Beschränkungen zu zerbrechen. Das Bemalen von und Suchen nach Ostereiern ist ein
altehrenhafter heidnischer Brauch.
Walpurgis - 30. April - für viele Hexenpaare die Zeit zum
Heiraten
Zu Walpurgis feiern wir die heilige Paarung von Gott und Göttin. Diese Paarung läutet dann auch endlich die
Helle Hälfte des Jahres ein. Zu Walpurgis findet die harmonische Vereinigung von Gegenteilen
statt. Die lichte Göttin und der dunkle Gehörnte Gott bekriegen sich nicht; sie ergänzen sich. Das Symbol dieses
Sabbats ist der Maibaum. Der Symbolgehalt des Maibaums ist nicht schwer zu entschlüsseln.
Er ist natürlich ein Baum; ein Baum des Lebens. Auf der spirituellen Ebene symbolisiert er als solches den Aufstieg der Seele, denn er
verbindet Himmel und Erde. Aber der offensichtliche und wichtigere; Symbolismus ist
sexuell. Der Maibaum ist das Glied, die Krone des Maibaums die Scheide.
Viele Hexenpaare finden es sehr romantisch, um Walpurgis herum zu heiraten.
Zu Walpurgis wird aber nicht einfach das romantische Element gefeiert. Es geht hier um die Vereinigung von
Gegensätzen. Wenn wir uns aber mit unserem Gegenüber vereinigen, dann finden tiefgreifende
Veränderungen in uns statt. Wir müssen ein unbekanntes und oft gefürchtetes Territorium betreten. Wenn
wir in unsere eigene Welt zurückkehren, dann haben wir etwas von uns dort zurückgelassen und wir
haben etwas von dort mitgenommen. Mittsommer - 21. Juni - Hexen
feiern die Pracht der Sonne und gedenken der Sterblichkeit
Mittsommer ist der längste Tag des Jahres. Hexen feiern, auf der einen Seite, die Pracht der Sonne und
freuen sich ihres Lebens. Auf der anderen Seite werden sie sich ihrer eigenen Sterblichkeit
bewusst gemacht, denn von nun an werden die Tage wieder kürzer. Dies entspricht in vieler Hinsicht dem Lebenszyklus.
Unsere Zwanziger sind der Höhepunkt unseres Lebens. Jedoch werden wir in dieser Zeit auf unsere Grenzen
hingewiesen. Wir müssen Geduld und Opferbereitschaft in dieser Zeit lernen. Man hat uns erst
kürzlich in die Welt der Erwachsenen aufgenommen, und bevor wir all ihre Privilegien genießen dürfen, müssen wir
erst ihre Spielregeln kennen lernen. Es ist gut für uns, dass unsere Kraft zu dieser Zeit am
größten ist, denn die Lektionen, die wir nun lernen müssen, sind schwer.
Zu Mittsommer feiern wir unsere Lebenskraft und gedenken zur selben Zeit unserer Sterblichkeit.
Lammas - 30. Juli - Das Fest des Lugh, dem Keltischen
Sonnengott
Das Hauptthema dieses Sabbats ist das Wachsen des Getreides, Erwartung der Ernte und eine weitere
rituelle Paarung der Göttin und des Gehörnten. Lammas ist die Zeit der Reifung.
Die alten Kelten feierten dieses Fest als Lughnasadh (sprich: Lu-na-sad), das Fest des Lugh, dem Keltischen
Sonnengott. Janet und Steward Farrar, in A Witch"s Bible, Compleat, erzählen schaurige Sagen von
Lugh, der seinen Vater in einer Schlacht besiegt und kastriert (und in einigen Varianten der Geschichte sogar
tötet). Sie beschreiben auch, wie die Kelten aus diesem Anlass Menschen opferten. Das Opfer, das für eine
gewisse Zeit der Kornkönig gewesen war, lieferte sich angeblich freiwillig dem Messer aus. Dieser Brauch ist
allerdings sehr, sehr lange außer Mode. Man muss nicht jeden alten Brauch sinnlos nachäffen.
Die Farrars weisen allerdings auch darauf hin, dass in späteren Versionen dieser Sage Lugh eine ältere Form
von sich selbst bezwingt und dann phönixartig wieder aufersteht.
Herbst Tagundnachtgleiche - 21. September - Erntedankfest
Ostara kündigt das Ende der Dunklen Jahreshälfte an. Die Herbst Tagundnachtgleiche kündigt demzufolge
das kommende Ende der Hellen Jahreshälfte an. Noch sind Tag und Nacht gleich lang, aber die
Tage werden nun kürzer und kälter. Bald wird Großvater Winter mit der Greisin über das Land wandern und alle,
die nicht stark genug sind, in das Schattenreich nehmen. Aber die Herbst
Tagundnachtgleiche ist kein Tag des Schreckens. Hexen wissen, dass Leben und Tod wie zwei Seiten einer Münze sind. Sie wissen,
dass sie
den Winter und den Tod nicht zu fürchten haben. Das Hauptthema der Herbst Tagundnachtgleiche ist die Ernte und Dankbarkeit für alles Gute, das die Götter
in diesem Jahr beschert haben.
Rituale werden in der ganzen Welt gefeiert
Rituale finden immer noch in der ganzen Welt statt, wie z.B.
Voodoo-Rituale, die in Westafrika zu bewundern sind. (Voodoo-Ouangas, Gads, Mojos, Voodoo-Feuer-Rituale und Donnerstein Anwendungen)
Aber auch die Computerindustrie hat die Rituale für sich bzw. für
die Wirtschaft entdeckt.
So kann man heute mit einem Computerspiel virtuell ( z.B. Das letzte Ritual
In Memoriam 2) oder auf Spielkonsolen Rituale oder auch magische Rituale
erleben bzw. spielen.
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