Unter den Tieren spielt die Katze im Hexenglauben eine besondere
Rolle. In Katzengestalt verwandelt konnte die Hexe unerkannt ihren
Schadenszauber ausüben.
Das Wesen der Katze, unergründlich und keinem außer sich selbst
gehorchend, wurde oft mit der Frau verglichen und hat sich als negative
Eigenschaft auf das Bild der Hexe übertragen.
Ein wesentliches Tier bei den Blocksbergriten ist der Bock, ein
Relikt heidnischer Fruchtbarkeitskulte. Mit ihm verband sich die
Vorstellung sexueller Gier. Er steht oder sitzt meist als Herrscher
über dem Sabbat-Reigen und lässt sich die Reverenz erweisen (obszöner
Kuss). Außerdem beschläft er die jungen Hexen, die damit in die
Hexenzunft eingeweiht werden.
So war die Meinung der Inquisitoren, die zeigt,
welche Macht sie der Sexualität beimaßen und sie deshalb so streng
verboten. Nicht nur auf dem Fest, auch als Reittier diente der Bock den Hexen,
indem er sich durch die lugt zu fernen Orten trug.
Gänzlich andere Vorstellung liegen dem Bild des Pferdes zugrunde,
das im Bildausschnitt vor Erschöpfung zusammengebrochen daliegt.
Man
nahm an, dass die Hexe sich einen schlafenden Knecht als Reittier
wählen und ihn in eine Pferd verwandeln würde. Dieser würde matt und
müde am anderen Morgen aufwachen und keinerlei Erinnerung an die
vergangen Nacht haben.
Es vermengen sich hier Vorwürfe, die die Inquisition den
"Ketzern" machte, mit Vorstellungen aus dem Volksglauben
und Phantasien der sozialen Oberschicht über zauberische Frauen
(Hexen) und Männer (Magier).
Mit den unteren Bildausschnitten soll
versucht werden, das komplexe, mit einer Vielzahl on Details
angefüllte Bild »Flugschrift
über den Hexensabbat « aufzulösen.
Einzelne
Vorstellungen, Bilder und Symbole werden herausgenommen und der
Wirklichkeit bzw. möglichen Deutungen gegenüber gestellt.
Detailszenen auf einem
Kupferstich von ca. 1650
Auf diesen Bildszenen fasst
Michael Herr eine Anzahl von Vorstellungen vom
Hexensabbat, vom Blocksbergtreffen, vom Hexentreiben und
von der Dämonenbeschwörung zusammen.
Die Verwendung
und Bedeutung von Symbolen
In der ältesten Christenheit benutzten
z.B. die Anhänger Jesu Symbole als Geheimzeichen zur gegenseitigen Erkennung.
Diese Symbolik entstand besonders in den Zeiten der Christenverfolgungen.
Es waren vermutlich Erkennungszeichen, welche nach und nach immer häufiger im Alltag Verwendung fanden,
z.B. auf Schmuck, Lampen, oder als Grabzeichen.
Die Verwendung von
Symbolen ist bis in unsere heutige Zeit fortgesetzt wurden. Zum Beispiel
spielt das OM Symbol im Buddhismus, Hindus und Jainas als mantrische
Silbe eine besondere Rolle und gilt als heilig.
Es soll ein Symbol der
Form und auch des Klanges sein und bezeichnet die Gegenwart des
Absoluten. Symbole finden auch auf dem Computer ihre Verwendung, die so
genannten Desktopsymbole. Diese werden verwendet, um verschiedene oder
bestimmte Programme schnell zu erkennen.
Unzählig viele Symbole sind
im Laufe der Jahrtausende entstanden und interpretieren bestimmte
Rituale, Kulturen, Bedeutungen und sprechen Gedanken aus. (z.B. gibt es
Symbole der Liebe, Fruchtbarkeitszeichen, keltische Symbole wie z.B. die
Schlange, das Ei, Vogel, Baum, christliche, kirchliche, jüdische,
chinesische, religiöse Symbole z.B. von Juden, Christen, Katholiken,
Freimaurern, Satanisten, Chinesen, Indianern und anderen Kulturen).
Symbole repräsentieren in vereinfachter Form Gegenstände, sowie werden
sie auch als geheime Zeichen verwendet. Viele Menschen lassen sich auch
Symbole als Tatoo auf dem Körper verewigen.