Der Hexensabbat und der Hexenfeiertage.
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Eine Flugschrift über den Hexensabbat

Infos zu dem Thema - Der Hexensabbat Der Hexensabbat - der Hexenfeiertag

Eine Flugschrift über den Hexensabbat im Mittelalter 

Flugblätter mit Illustrationen und einem Verstext waren sehr beliebt in der Zeit zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert. Wie zum Beispiel die Darstellung des Hexensabbats von Michael Herr oder Herz aus der Zeit um 1650. Auf einem Stich (Bild unten) sind eine Vielzahl der Vorwürfe in besonders drastischer Weise verbildlicht, welche man im ausgehenden Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit den als "Hexen" verfolgten Menschen machte. 

Alle dies Vorwürfe wurden anscheinend bis ins letzte Jahrhundert hinein geglaubt. Denn kaum ein Element des Bildes, vom "verhexten Pferdeknecht" bis zum "Gabelreiten" fehlt im bekannten "Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens" (1932).

Die erste Reaktion auf diese Erkenntnis ist oft nur verwundertes Kopfschütteln: Unsere Vorfahren sollen tatsächlich geglaubt haben, dass ihre Frauen nachts heimlich auf Besen zum Blocksberg reiten?! Untersucht man die Vorgeschichte von Herrs Flugschrift genauer, kommt jedoch heraus, dass wir es hier nicht einfach mit seinem "Denkmal" des deutschen Volksglaubens zu tun haben. Alles ist viel komplizierter...

Hexen-Forum.de - Eine Flugschrift über den Hexensabbat
Flugblätter mit Illustrationen und einem Verstext waren sehr beliebt in der Zeit zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert. Sie gelten heute als Vorläufer der Zeitung. 

Flugschriften wurden meist von "fliegenden Händlern" angeboten, gekauft und dann von Schriftkundigen den Anderen vorgelesen und kommentiert. Erzählt wurden auf dies Art politische Ereignisse, spannende oder rührende Geschichten oder z.B. bekannte Lieder in neuen Fassungen.

Viele Flugblätter waren auch als Aufklärung und Belehrung des "einfachen Volkes" gedacht. Das scheint auch bei Michael Herrs Blocksberg - Flugblatt der Fall gewesen zu sein: Es zeigt, was in der Vorstellung des gebildeten Verfassers die Bauern zum Hexenwesen hinzieht. In den begleitenden Versen heißt es:

"Schreckt nicht den Bauersmann Paucken brummen, Mordgetümmel
Eulenaugen, Krötenzucht, Schlangenzischen, Würmgewimmel.
Pfui ihr tollen Sterblichen! Lasset euch nicht so bethören.
Wer einmal kömt in die Hell der kann nimmer wiederkehren."

Außerkirchlicher Vorstellungswelten wurden mittels Flugblätter verteufelt

In dieser Szene der Dämonenbeschwörung sind denn auch unbeteiligte "Bauerleute" dargestellt, welche das Geschehen betrachten.

Eine mögliche Funktion des Flugblattes war also, den Bauern gegenüber außerkirchlicher Vorstellungswelten durch die Verbindung mit Ekelhaftem (Würmgewimmel) und Erschreckendem (Pauckenbrummen = Trommelschlagen der Soldaten) zu "verteufeln".

Der eigentliche Volksglaube erscheint hier nur verzerrt durch die Sichtweise des gebildeten Verfassers.

Welchen Glauben der " Bauern" Herr tatsächlich angriff, werden wir so leicht nicht mehr erfahren.

Auch ist gar nicht sicher, ob sich das Flugblatt wirklich nur gegen die Glaubenswelt der Bauern richtet.

 Zum Beispiel hat eine Hexe im Bild einen Reagenzkolben mit einem "Homunkulus" (künstlich erschaffener Mensch) in den Händen. Das scheint sich doch mehr gegen die Alchemisten zu richten, Gebildet also, jene die im Übergang zur Neuzeit verdrängte Magie des Mittelalters weiter entwickeln wollten. Gleiches gilt für die Dämonenbeschwörung oben im Bild. Es sollten also möglicherweise Adressaten im "gemeinen Volk" gegen gebildete Abweichler von den kirchlichen Lehren mobilisiert werden. 

Ein dritter Aspekt sollt man nicht vergessen. Vieles wurde damals unter aufgeklärten und christlichen Vorzeichen veröffentlicht, was eigentlich nur die Lust der Betrachter auf Spannendes und verbotenes befriedigen sollte. Ähnlich wie heutige "Aufklärungsfilme" gab das belehrende Flugblatt Gelegenheit zum Blick auf tabuisierte Dinge. 

Gerade dadurch wurden aber wieder die Glaubensvorstellungen beeinflusst, man lernte das Verbotene so zu sehen, wie es sich die Verfasser des Flugblattes wünschten.

Waren die Flugblätter Ausdruck des Hexenglaubens?

Man sollte nicht vergessen: Es entstand ein Spannungsfeld zwischen dem Volksglauben der Bauern, der Polemik unter den Gebildeten und unter dem Einfluss der gerade sich bildenden "Unterhaltungsindustrie".

Was daran immer schon geglaubt, was erst nach der Lektüre solcher Flugblätter akzeptiert und was nur als Unterhaltung genommen wurde, können wir heute im Einzelnen nicht mehr bestimmen.

Als solches ist Herrs Flugblatt aber ein Ausdruck des "Zeitgeistes", des Hexenglaubens mit seinen oft grausamen Folgen.

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