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| ::: Die Hexe als Ärztin ::: |
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Hexerei - die Hexe als Ärztin
War die Ärztin im Mittelalter eine Hexe?
"Tausend Jahre hindurch war die Hexe der einzige Arzt des
Volkes. Die Kaiser, Könige, Päpste, die reichen Barone hatten einige
Doktoren aus Salerne, Mauren und Juden, aber die Masse des gesamten
Staates, ja man könnte sagen, die Welt, fragte nur die Saga oder kluge
Frau um Rat; wenn sie nicht heilte, beschimpfte man sie und nannte sie
Hexe. Aber gewöhnlich belegte man sie aus einem mit Furcht gemischten
Respekt mit dem Namen "gute Frau" oder "schöne
Frau" (belladonna), derselbe Name, den man den Feen gab."
Michelet:
Die Hexe, 1861
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In Babylon betete man die Mondgöttin Ischtar oder Astarte an. Einmal
im Monat, zur Zeit des Vollmonds, war ihr "schlimmer Tag",
Shabattu genannt, an welchen sie menstruierte An diesem Tag, einem
Vorläufer des jüdischen Sabbat, galten die gleichen Tabuvorschriften
wie für menstruierende Frauen.
Es durfte nicht gearbeitet, nicht gereist und nichts Gekochtes
gegessen werden. Später feierte man auch den Tag des Neumonds
sowie dei Mondviertel, also den 7., 14., 21., und 28. Tag des
Monats. Denn als die Zeit noch nach dem Monde gerechnet wurde,
waren alle Monate 28 Tage lang, entsprechend dem Mondumlauf.
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| Hexen am Bett einer Kranken, Guaccio, 'Compendium
Maleficarum' Mailand 1626 |
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"...weil die Hebammen hierbei den größten Schaden bereiten, wie
reuige Hexen uns und anderen oft gestanden, indem sie sagten: Niemand
schadet dem Katholischen Glauben mehr als die Hebammen. Denn wenn sie
die Kinder nicht töten, dann tragen sie, gleich als wollten sie etwas
besorgen, die Kinder aus der Kammer hinaus und sie in die Luft hebend,
opfern sie dieselben den Dämonen." Hexenhammer,
1487
"Es bedarf nicht weniger als
der Hexe, dieses Ungeheuers, die alles verkehrt, in Gegensatz zu der
heiligen Welt stellt, um sich mit der Frau zu beschäftigen, um die
Gebräuche mit Füßen zu treten und jene gegen ihren eigenen Willen zu
pflegen. Das arme Geschöpf achtete sich so wenig! Sie wich zurück und
errötete und wollte nichts sagen.
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"Also schlecht ist
das Weib von Natur, da es schneller am Glauben zweifelt, ...
was die Grundlage für die Hexerei ist." Hexenhammer,
1487
"Eine Hexe und eine
Giftmischerin ist dasselbe. Alles, was den Hexen zur Last gelegt
wird, ist wahr."
Jean Bodin: Vom
ausgelassnen, wütigen Teufelsheer, Übersetzung von Fischart,
1591
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Die Hexe, listig und boshaft, sah
vorher und durchschaute alles; sie verstand endlich die Frau zu Reden zu
bringen und entriss ihr kleines Geheimnis, besiegt ihre Zurückhaltung,
ihre Zögerungen, die aus Schamhaftigkeit und Demut entstanden waren; eher
als so etwas zu erdulden, zog sie es vor zu sterben. Die grausame Hexe
brachte sie zu dem Verlangen zu leben." Michelet:
Die Hexe, 1861
Hexenspruch
Ich hau eine Wunde
die heilt in einer Stunde
Ich hau eine Wunde
die heilt zu keiner Stunde.
Hexerei ist gleichzusetzen mit Zauber und Zauberei, umgeben von
mysteriösen Beschwörungen, Kristallkugeln, Magie, Magische Rituale
und Hexensprüche. Hexerei, wie sie heute in westlichen Ländern
vollzogen wird, ist zugleich eine Religion, Kult und ein
spiritueller Pfad. Dieser Pfad ist vermutlich da, um den Bund mit
der Natur und den "alten (vorchristlichen) Götter und Göttinnen"
wieder herzustellen.
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- Wicca & Magie |
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