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| ::: Ärztinnen des Mittelalters ::: |
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Ärztinnen des Mittelalters
Die Medizin in der Zeit des Mittelalters
Die offizielle Medizin des Mittelalters war geprägt von der Kunst
jüdischer und arabischer Ärzte, die meist an den Höfen praktizierten.
Die Klöster mit ihren Gärten waren die Hauptträger des medizinischen
Wissens und Mönche sorgten für die Abschrift und Verbreitung zahlreicher
antiker Kräuterbücher.
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Die Geburt und Gynäkologie in der Zeit des Christentums
Durch die Tabus, die das Christentum den männlichen Ärzten
auferlegte, wurden jedoch Gynäkologie und Geburtshilfe vernachlässigt,
die zum Beispiel im vorchristlichen Rom von hochgebildeten
Geburtshelferinnen gelehrt und praktiziert wurden.
Eine Ausnahme bildete
die Schule von Salerno (um 900 entstanden), die von arabischen Lehren
beeinflusst war. Hier konnten auch Frauen studieren, und viele berühmte Ärztinnen
sind aus dieser Schule hervorgegangen. Der Bereich der Gynäkologie war ihnen
vorbehalten.
Es gab allgemein auch in Deutschland Frauen, die durch ihr medizinisches Wissen
bekannt wurden. Die Berühmteste unter ihnen war wohl die Heilige
Hildegard von Bingen, geboren 1098, gestorben 1179 in dem von ihr
gegründeten Kloster Ruppertsberg bei Bingen. Ihre Werke geben
detaillierte medizinische Kenntnisse wieder und waren Ausdruck ihrer
mystischen Weltsicht. Ihre übersinnlichen Fähigkeiten wegen kamen hohe
Herren von weither, um sich von ihr heilen zu lassen.
Da sie ihre magischen und seherischen Kräfte im Schutz der Kirche
ausübte, droht ihr nicht die Gefahr der Verketzerung, obwohl sie sich
mehrfach gegen den Vorwurf der Häresie zur Wehr setzen musste.
Medizinische Darstellung des Mittelalters
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| Hildegard von Bingen, aus dem
Codex Scivias, 12. Jh. |
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Ihr hohes Ansehen erlaubte es ihr, dem
negativen Bild der Frau ein anderes entgegenzusetzen.
"Breite dich also in überfließendem Quell aus und
ströme aus in mystischer Belehrung, damit jene von deiner Ausgießung
und Bewässerung erschüttert werden, die dich wegen Evas
Übertretung für verächtlich halten wollen."
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| Titelbild des "Hortulus"
von Wahlfried Strabo, Kloster Reichenau. |
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| Frauen bei der
Zubereitung eines Heiltrankes, 14. Jh. |
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Die Entwicklung der allgemeinen Medizin
In Deutschland wurden, mit der Errichtung
der ersten Universitäten, die Laienärzte mehr und mehr aus
der allgemeinen medizinischen Praxis verdrängt. Die erste deutsche
Universität in Prag, 1348, ließ von Anfang an keine Frauen
zum Studium zu.
Zum Stand des Stadtarztes, der seit dem 14. Jh. zur Versorgung
und für die Erhaltung der Gesundheit der wachsenden Stadtbevölkerung eingerichtet wurde, wurden
zwar anfangs auch Laien, darunter Frauen, zugelassen, jedoch
verboten noch im selben Jahrhundert städtische Verordnungen
Frauen den Heilberuf.
Die alternativen Kräuterbücher des 16. Jh. griffen zwar auf
überlieferte Erfahrungen (von Frauen) zurück, machten aber
die damit verbunden magischen Praktiken lächerlich. |
| Paracelsus, der "Vater der modernen
Medizin", erklärte, indem er seine griechischen,
arabischen und jüdischen gelehrten Bücher der alten
Heilkunst verbrannte, alles nur von den "Hexen", den
weisen Frauen des Volkes gelernt zu haben.
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| Übersicht zu Hexen
- Wicca & Magie |
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