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Die Hexensalbe
Hieronimus Cardanus schreibt in seinem Buch "De Subtilitate" (zitiert nach
Weyer, 1563) von einer "Salbe, welche soll der Kraft und Wirkung sein, dass man durch sie wunderbarliche Ding ersehen mag.
Solche wird zubereitet aus Kinderfeiste, wie sie sagen, und
Eppichsaft, Wolfskraut, Tormentill, Solano (Nachtschatten) und Ruß. Jedoch hält man sie für schlafend weil sie solche Sachen sehen. |
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Die Ding aber, ob welchen sie ihre Augen verweitern, sind mehrerteils Spielhäuser, grüne Lustplätz, herrliche Mahlzeiten, viel und mancherlei
Gezierde, hübsche Kleider, schöne Jünglinge, Könige, Oberherren, ja alles, dass darnach ihnen bang und watz ist, sie vermeinen auch nicht anders, denn dass sie solcher Kurzweil und
Wollusts genießen, und gefreuet werden. Sie sehen aber beneb auch den Teufel, Raben, Kerker, Einödinen und des Henkers oder Folterers Gaukelsack.... Daher denn desto stärkerer erfolget, dass sie bedünkt, dass sie durch viel weite und seltsame Lande reisen, und darin mancherlei Gattung erfahren, darzu denn auch mehr beschriebene Salben nicht übel." |
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Der Bonner Pharmakologe Fühner über die Hexensalbe: "Es kann kein Zweifel unterliegen, dass die narkotische Hexensalbe ihr Opfer nicht nur betäubte, sondern dasselbe den ganzen schönen Traum von der Luftfahrt, vom festlichen Gelage, von Tanz und Liebe so sinnfällig nacherleben ließ, dass es nach dem Wiedererwachen von der Wirklichkeit des Geträumten überzeugt war. Die Hexensalbe stellte in dieser Weise ein Berauschungsmittel des armen Volkes dar, dem kostspieligere Genüsse versagt waren....
Bemerkenswert ist die vielfach auftauchende Vorstellung der Verwandlung in Tiergestalt durch die Salbe. Die deutschen Hexen glaubten sich in Katzen, Hasen, Eulen, Gänse und andere Tiere verwandelt.... Außer den Solanazeen (Nachtschattengewächse) enthielten manche Hexensalben auch Akonit (giftiger Bestandteil des Eisenhutes, Aconitum Napellus). Gerade durch diesen Zusatz, mit seinen die sensiblen Nervenenden in der Haut erregenden Alkaloiden, konnte die Autosuggestion der Tierverwandlung, des aus dem Körper emporwachsenden Haar- oder Federkleides, entstehen."
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Salben werden heute auch in der Medizin verwendet
In
der heutigen Zeit finden Salben auf der Basis von Heilkräutern oder
Arzneipflanzen in der Medizin, in der Heilpraxis und zur
Haut- und Schönheitspflege (Bodoxsalbe, Basumharzsalbe, Propolissalbe)
ihre Verwendung. Sie haben einen hohen Stellenwert, da sie nachweislich heilende Wirkung versprechen. Immer mehr
Menschen verzichten auf chemisch hergestellte Cremes und greifen lieber
auf Naturprodukte zurück oder stellen selbst ihre Salben her. Die
Pharmaindustrie befasst sich nicht nur mit der Herstellung von Salben auf
chemischer Grundlage, sondern beschäftigt sich vor allem auch mit dem
Nutzen biologischer Quellen, wie z.B. von Pflanzen (Arzneipflanzen) für
die Herstellung von wirksamen Medikamenten sowie Wund- und Heilsalben, die
zur Behandlung von Hautkrankheiten, Endzündungen (bei Allergien,
Neurodermites, Hämorriden, Zuckerkranken) verwendet werden können. Es
ist auch möglich, Schmerzpatienten mit speziellen Heilsalben z.B. mit Kyttasalbe bei Muskelschmerzen oder
mit der Teufelkrallensalbe, die
bei Rheuma und Arthrose verwendet werden kann, Linderungen zu
verschaffen. Bevor aber eine solche Arzneisalbe verwendet wird,
sollte man sich unbedingt von einem Arzt oder Heilpraktiker über die
richtige Verwendung, Wirkung oder auch Nebenwirkungen einer solchen Salbe
beraten lassen. Auch das Internet (online)
bietet dazu zahlreiche Produkteinformationen sowie Onlineshops an.
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| Übersicht zu Hexen
- Wicca & Magie |
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