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| Hexenverbrennung - Wie viele Frauen wurden verbrannt? |
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Die Hexenverbrennung - Wie viele Frauen wurden verbrannt?
Eine absolute Antwort auf die Frage nach der Zahl der verbrannten "Hexen" wird es wohl kaum jemals geben: die Akten der Prozesse sind zum größten Teil vernichtet worden. Und von den Angeklagten sind uns keine Aufzeichnungen hinterlassen worden, die Aufschluss darüber geben könnten, warum man jede/n einzelne/n von ihnen verbrannt hat.
Was wir wissen ist, dass man in der Zeit von 1550 bis 1750 unglaublich viele Frauen lebendig ins Feuer warf, weil man ihnen den Vorwurf machte, eine
Hexe zu sein. Die Zahlen über die Hexenverbrennungen schwanken zwischen
"nur" 100.000 und 3 Millionen, bis hin zu sogar
9 Millionen.
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Das Ende der Hexenprozesse und Hexenverbrennung
Damals war es ziemlich gleichgültig, ob die Angeklagten bewusste Gegnerinnen von Kirche und Religion waren oder Opfer, die sich keiner Schuld bewusst waren und die Welt nicht mehr verstanden, wenn sie an Leib und Seele gebrochen zum Holzstoß
gingen.
Das Ende der Hexenprozesse wurde durch die Aufhebung der Folter (Anfang des 18. Jh.) eingeleitet.
Dadurch fiel ein wichtiger Anlass für Prozesse fort. Auch der zunehmende Einfluss aufklärerischer Schriften, die gegen den Aberglauben zu Felde zogen, ist hier zu nennen. Die Prozesse waren vorbei.
Das Bild der Frau aus der Zeit des Mittelalter bis in die Neuzeit hatte sich nicht grundlegend geändert.
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Man unterdrückte sie zwar nicht mehr mit dem Vorwurf, eine "Hexe" zu sein. Aber man band sie fest an Haus und Hof und sagte, das sei die ureigenste Bestimmung der Frau, weil sie dem Mann unterlegen sei. Die angebliche Minderwertigkeit der Frau ist bis heute ein fester Bestandteil der männlichen Vorstellungswelt.
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| "Die Hexen im Fürstentum
Jülich", Kopf eines anonymen Flugblattes, 1591 |
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"Ursel, Schulmeysterin zu
Yardricht,
jämmerlich gepeiniget, gepeitschet und darnach verbrent. Anno
1570" Illustration von Jan Luyken zu einem Buch aus dem Jahre
1685 |
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Auch grausame Verfolgungswellen sind nicht auf die Zeit der Hexenjagd beschränkt geblieben. Denunziationen, unsinnige Beschuldigungen, Folter und Mord gab es bei uns in der Nazizeit und es ist manchmal beklemmend, die Ähnlichkeiten zwischen beiden Zeiten zu vergleichen. Noch eine andere Parallele zur heutigen Zeit muss erwähnt werden. Der Glaube an Hexen ist seit dem Ende der Prozesse keineswegs verschwunden.
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Noch in den fünfziger Jahren wurde einmal einer alten Frau das Haus abgebrannt, weil man sie für eine Hexe hielt. Eine Frau schrieb einmal an Johann Kruse: "Es gibt wirklich noch Hexen. Und wie kann man solche bösen Menschen vertreiben?
Früher hat man diese Menschen verbrannt. Heute, zu unserer Zeit, muss man sich von solchen Menschen vernichten lassen, weil auch keine Polizei nicht hilft."
Da die Hexenverbrennung auch heute noch ein weit
verbreitetes Thema ist, werden diese grausamen Taten aus der
Zeit der Inquisition, Hexenverfolgung und Verbrennung im Kino häufig
verfilmt.
"Der Name der Rose" ist einer
der bekanntesten Filme, in dem die Hexenverbrennung dargestellt wurde.
Die letzte Hexenverbrennung fand noch 1775 in Deutschland statt.
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| Übersicht zu Hexen
- Wicca & Magie |
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