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| Johann Kruse - Bekämpfung des Hexenwahns in Deutschland |
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Hexenwahn im 20 Jahrhundert
Die Ortshexe
Seit 200 Jahren werden keine Frauen mehr als Hexen gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Aber der Hexenwahn grassiert seitdem ungehindert weiter und fordert seine Opfer. Noch heute, um die Mitte des 20. Jahrhunderts, hat jede Stadt in der Bundesrepublik mehrere Hexen und fast jedes Dorf seine Teufelsdienerin.
Johann Kruse
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| Der Hexenglaube wird
gegen tatsächlich lebende Personen gerichtet. Hier sehen
sie Bilder v. völlig harmlosen Bäuerinnen, die in
den 50er Jahren als verleumdet wurden. |
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Auf der Straße zeigen
die Kinder mit dem Finger auf sie, wie auf diesen gestellten
Illustriertenphotos der 50er Jahre. Keiner will etwas mit
Ihr zu tun haben. Manchmal werden die Leute sogar
gewalttätig gegen die "Hexe" |
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Johann Kruse - Bekämpfung des Hexenwahns in der
Bundesrepublik Deutschland
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Das Ziel meiner Bestrebungen ist:
1. Keine Frau und Mutter soll mehr
als Hexe verfolgt, misshandelt oder gar getötet, in den
Wahnsinn oder zum Selbstmord getrieben werden.
2. Kein Tier soll mehr von den
Abergläubischen und Hexenbannern zur Abwehr und Aufhebung einer
Behexung oder bei einer versuchten magischen Tötung einer Hexe
grausam ums Leben gebracht werden.
3. Der Hexenwahn soll nicht mehr
Hass und Feindschaft in der Bevölkerung säen.
4. Hexenbanner sollen nicht mehr
die Not und Unwissenheit der Abergläubischen ausnutzen und
berufsmäßig schutz- und wehrlose Frauen als Hexen verdächtigen
und der erbarmungslosen Volksjustiz ausliefern.
5. Die magischen
Krankheitsbehandlungen mit ekelhaften und unsittlichen Mitteln,
Grab- und Leichenschändungen, scheußlichen Tierquälereien
usw. sollen unterbunden werden.
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| 6. Dem Hexenbanner erlegene Menschen sollen nicht länger
Zuchthäuser und Gefängnisse, Irrenhäuser und Krankenhäuser belasten.
7. Die durch den Hexenwahn entstehenden Millionenverluste auf
volkswirtschaftlichem Gebiet sollen vermieden werden. |
Um das Volk von der geistigen Seuche des
Hexenwahns zu befreien, sollte es Aufgabe des Staates sein:
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1. Die
verbrecherische Tätigkeit der Hexenbanner und magischen Heiler
zu unterbinden.
2. Den Vertrieb
der Zauberbücher wie das 6. und 7. Buch Moses mit Anweisungen
zur Unschädlichmachung und Tötung einer Hexe zu untersagen.
3. Die
Verbreitung der grässlichen Hexengeschichten durch die
Volkskunde und Schule nicht länger zu dulden.
4. Den Verkauf
von Enthexungsmitteln, wie Teufelsdreck, Hexenpulver usw., aus
Apotheken und Geschäften zu verbieten
5. Endlich -
wenn es dem Staat mit der im Grundgesetz verankerten Achtung vor
der Würde des Menschen ernst ist - einen Paragraphen im neuen
Strafgesetzbuch aufzunehmen, der Frauen und Mütter davor schützt,
als Hexen verfolgt zu werden.
Hamburg, 1954
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Es ist immer
beruhigend, einen Schuldigen für alles zu haben, auch wenn
es eigentlich gar keinen gibt. Auf dem Land stellt man sich
oft vor, eine "Hexe" habe unerklärliches Glück
verursacht. Man tratscht darüber...
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| Übersicht zu Hexen
- Wicca & Magie |
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