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| ::: Wer glaubt heute noch an Zauberei, Magie, Hexen und Hexerei? ::: |
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Wer glaubt heute noch an Zauberei, Magie, Hexen und Hexerei?
Hexen im "Atomzeitalter"? Diese Frage bewegte die Gemüter in den 50er Jahren. Es erschien als Widerspruch, dass im Wirtschaftswunderland Bundesrepublik Hexenbanner und Wunderheiler immer noch ihren Geschäften nachgingen.
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Um Genaues darüber zu erfahren, gab es 1956 eine Umfrage des Allensbacher Institutes für Demoskopie (Volksbefragung). Man stellte an einen ausgewählten Personenkreis, der einen Querschnitt durch die Gesamtbevölkerung darstellen sollte, folgende Frage:
"In früheren Zeiten hat man an Hexen geglaubt. Denken Sie, dass vielleicht doch etwas daran ist, dass es vielleicht Hexen gibt?"
Darauf antworteten 1 Prozent der Befragten, dass sie mit Bestimmtheit an Hexen glauben würden. 7
Prozent waren unsicher und meinten, vielleicht sei doch etwas daran. Diese insgesamt also 8
Prozent der Befragten wurden nun auf die Gesamtzahl der Bundesbürger übertragen. So kam das Ergebnis zustande, dass anscheinend 8
Prozent oder 4 Mio. Bundesbürger die Existenz von Hexen nicht ausschließen wollten.
Magie und Zauberei ist auch heute ein interessantes Thema
Im April 1973, also 17 Jahre später, wurde die Umfrage mit derselben Frage wiederholt.
In dieser Zeit schien das Interesse an Magie, Zauberei usw. wieder gestiegen zu sein, so dass sich die erneute Befragung damit rechtfertigen ließ. Die Frage war so geblieben. Was sich verändert hatte, waren die Antworten: jetzt gaben 2 der Befragten an, sie glaubten an Hexen und 9 % antworteten mit
"vielleicht".
Damit erhöhte sich der Prozentsatz derer, die Hexerei für möglich hielten, auf 11
Prozent. Übertragen auf die Gesamtzahl der Bundesbürger waren das immerhin 6,8 Mio. Menschen. Dieses Ergebnis muss aber nicht unbedingt bedeuten, dass nun der Hexenglaube zugenommen hat. Andere Faktoren, wie z.B. eine veränderte Haltung der Befragten zu Interviews, könnten eine Rolle gespielt haben.
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| Die "Hexe"
stellt man sich als alte hässliche Frau vor. |
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Was wohl feststehen dürfte ist, dass sich in der Zeit seit 1956 die Zahl der Hexengläubigen nicht verringert hat.
Im November 1973 wurde die Umfrage in veränderter Form durchgeführt.
Die Volkskundlerin Inge Schöck hatte dem Institut eine abgewandelte Frage vorgeschlagen, in der auf das Wort
"Hexe" verzichtet wurde, da dieses von vornherein mit negativen Vorurteilen beladen wäre. Die neue Frage lautete:
Man hört immer wieder die Meinung, dass es Leute gibt, die die Fähigkeit besitzen, anderen Unglück und Krankheit anzuwünschen, die dann auch eintreffen. Glauben Sie, dass so etwas möglich
ist?
Wieder erhöhte sich die Anzahl derer, die mit "Ja" antworteten: es waren 9
Prozent der Befragten. 14 meinten "Vielleicht" und 77 Prozent "Nein". Zieht man die ersten Zahlen wieder zusammen, so ergibt das 23
Prozent der Befragten oder, übertragen auf die Bundesbürger, 13,4 Mio. Menschen, die an Personen mit solchen Fähigkeiten glauben.
Auf die Frage, wie solche Menschen zu bezeichnen seien, nannten 25 Prozent
den Ausdruck "Hexe", 4 Prozent sagten "Teufel" oder
"Satan", ebenso viele "Zauberer" oder "Magier", 3
Prozent meinten "böser Mensch" oder "Mensch mit bösem
Blick" und 44 Prozent gaben an, keine Bezeichnung zu wissen.
aus: Inge Schöck, Hexenglaube in der
Gegenwart, Tübingen 1978
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- Wicca & Magie |
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