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| ::: Frauen und Hexenbilder aus dem 15. - bis 17. Jahrhundert ::: |
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Frauen- und Hexenbilder
Viele Darstellungen von Folter und Verbrennung aus dem 15. bis 17.
Jahrhundert dienten anscheinend der juristischen Belehrung. Es ist bei den Bildern auffallend, dass die Grausamkeiten völlig ohne
gefühlsmäßige Anteilnahme dargestellt werden.
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Folter und Verbrennungen
Weder die Gesichter der
Henkersknechte noch ihre Opfer verraten einen Ausdruck, obwohl diese
jämmerlich gepeinigt werden, bevor sie vor der Volksmenge und dem Richter
verbrannt werden.
"Quälen" galt damals als ganz normales Mittel der
Wahrheitsfindung oder Bestrafung.
Am Ende des 16. und im 17./18. Jahrhundert mehren sich die Schriften,
welche den Behauptungen der Inquisitoren nicht mehr folgen. Man bietet
jetzt zunehmend andere Erklärungen für die "Hexerei" an:
Bild rechts: "Hexenbrand von Diebold
Schillings Schweizer Chronik, 1484
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"Folterszene", anonymes Flugblatt, 16.
Jahrhundert
"Quälen" galt damals als ganz normales
Mittel der Wahrheitsfindung oder Bestrafung.
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"Ursel, Schulmeysterin zu Yardricht, jämmerlich
gepeiniget, gepeitschet und darnach verbrent. Anno 1570" Illustration
von Jan Luyken zu einem Buch aus dem Jahre 1685
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Frauenbilder
Viele Künstler des 15., 16. und 17. Jahrhunderts malten ein negatives
Bild der Frau. Sie wurde zum Sinnbild des Unglaubens (die betrügerische
Göttin "Häresie"), zur schadenzaubernden nackten "alten
Vettel", sie ist töricht und leicht verführbar oder nimmt sogar das
"Allerheiligste" des Mannes gefangen.
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| "Hexentrank", Gemälde von Hans
Baldung Grien, 1523 |
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"Die vier Hexen",
Kupferstich von Albrecht Dürer, 1491 |
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| Es gab aber auch Versuche, z.B. von Dürer und
Grien, die "Hexe" nicht nur so negativ
darzustellen.
Sie versuchten vielleicht, mit Bildern die Frage zu
beantworten, warum Frauen das Zaubern und Feiern Vergnügen
bereiten könnte. Dabei malen sie oft den Körper der Frau ohne
die üblichen Verzerrungen. |
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| "Alte Hexe",
Zeichnung von Nikolaus Manuel Deutsch, Ende des 16. Jh. |
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Aufklärung und Kunst
es
könnte sich um Phantasiegebilde, Träume oder Besessenheitserscheinungen
handeln, wenn jemand von Teufeln und Hexen erzählt. Oder war eigentlich
nur die Folter Ursache der Geständnisse?
Die Inquisitoren hatten z.B. immer behauptet, Hexen seien leichter
als Wasser. diese Annahme hatte zu den "Wasserproben"
geführt. Aufgeklärte Stadtväter im holländischen Oudewater brachten
diese These zu Fall, indem sie die Frauen auf einer richtigen Waage
wiegen ließen.
Aufgeklärte und inquisitorische Ideen vermischen sich
lange in dieser zeit. So wird z.B. der Blocksberg geographisch erfasst,
aber dazu malt man Hexen im Anflug auf den Tanzplatz auf dem
Gipfel.
Zugleich wird die Vorstellung der Hexe immer mehr in die Literatur
und Kunst abgedrängt. die Hexe erscheint als einsame Frau in den
Illustrationen zum neu aufgelegten "goldenen Esel" von
Apuleius, als prophezeiende Seherin in Shakespeares "Macbeth"
und als Magierin in Goethes "Faust".
Goya fasst noch einmal die "klassischen" Vorstellungen von
Hexen in ironisch-phantastischen Zeichnungen zusammen. Der spanische
Maler geriet wiederholt in Konflikte mit der Kirche und hat an seine
"brujas" bestimmt nicht mehr "geglaubt.
Bild oben: "Linda maestra!",
Francisco Goya, "Capriccio"
Bild unten: "Esayos", Francisco Goya,
"Capriccio"
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| Übersicht zu Hexen
- Wicca & Magie |
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